Achensee – Fusch (3 Tage)

Gut erholt fallen uns die ersten 10 Kilometer am Achensee leicht. Dann geht es in eine mit bis zu -19% sehr steile Abfahrt hinunter ins Inntal. Wir lassen hier ca. 400hm. Im sehr schönen grünen Inntal haben wir einen guten Blick auf die umliegende Bergwelt. Gleichzeitig ist es hier unten mit über 30° im Schatten sehr heiß.

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Caro im flachsten Teil der Abfahrt

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Erfrischung am bisher heißesten Fahrtag

Unser Weg füht uns der Inn entlang bis Wörgl, danach geht es bergauf in Richtung Kitzbühl. Schatten bietet die Strecke fast gar nicht. Die heute morgen verlorenen Höhenmeter müssen wir wieder gewinnen.

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Letzte Rast im Schatten

Wir fahren hauptsächlich entlang der Hauptstraße bei regem LKW-Verkehr. Plötzlich geht es mit etwa 16% steil bergauf und das entlang einer Betonwand. Christoph touchiert mit einer Vordertasche die Wand, zum Glück ist bis auf ein leicht zu flickendes Loch nichts passiert.

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Bei vielen LKWs nicht so witzig

Nach einem anstrengenden Tag kommen wir bei Camping Schwarzsee in Kitzbühel an. So mies und unfreundlich sind wir noch nie empfangen worden. Aus unerfindlichen Gründen möchte man uns auf arrogante Art wegschicken. Caros Freundlichkeit ermöglicht uns schließlich doch noch hier zu campen. Am nächsten morgen werden 39€ !!! für 2qm Wiese kassiert. Wir flüchten vor den Reichen und Schönen in Richtung Süden über den Pass Thurn.
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Der Anstieg von etwa 500hm fordert uns bei großer Hitze in der prallen Sonne sehr. Die Passhöhe ist nun Gipfel der Tour. In der Abfahrt haben wir einen guten Blick auf die Hohen Tauern.
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Die Abfahrt ist nicht so steil, somit können wir gut laufen lassen und kommen schon am frühen Nachmittag in Mittersill an. Hier empfängt uns der immerfort Pfeife rauchende Rudi sehr herzlich. Er betreibt seinen kleinen Campingplatz seit 48 Jahren. Möchte man duschen, so stellt Rudi in einer kleinen Kiste im Garten für 5 Minuten warmes Wasser für die eine vorhandene Duschkabine ein.
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Zu Abend gibt es Pute an gedünstetem Gemüse serviert auf Basmatireis. Mit nur einer Gaskartusche, die andere ist leer, gestaltet sich die Zubereitung schwierig. Noch dazu muss das Ganze wegen aufkommendem Regen ins Vorzelt verlegt werden.

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Beim Abendessen äußert Caro den Wunsch Berge mit Schnee sehen zu wollen….

Beim Frühstück flattert uns eine Broschüre der Großglockner Hochalpenstraße in die Hände. Wir beschließen kurzerhand es über die Passhöhe zu versuchen, wir werden einfach schauen wie weit uns die Beine tragen.

Der nächste Fahrtag ist unspektakulär, denn es geht nur durchs Tal ins etwa 40km entfernte Fusch an der Großglockner Hochalpenstraße. Christoph ist etwas besorgt was die Passfahrt angeht. Der Härteindex von 170 übertrifft sogar das Stilfser Joch um 20 Punkte, und das war mit dem Rennrad hart genug. Der Pass Thurn hatte einen Index von nur etwa 20 und war mit all dem Gepäck ziemlich anstrengend. Zur Sicherheit behandeln wir unsere Beine noch mit Holzhacker Franzbrandtwein.

Wird schon schief gehen.

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